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Vor zwei Jahren hat die Zusammenarbeit begonnen. Damals kamen die beiden Chöre aus Geuensee und Oberkirch zusammen, um zum 100-Jahr-Jubiläum des Kirchenchors Oberkirch ein gemeinsames Konzert aufzuführen. Heute hat sich die Zusammenarbeit eingespielt. Für 2027 ist sogar eine Fusion geplant. Evelyn Kaufmann, Präsidentin des Chors St. Niklaus Geuensee und Anton Häfliger, Kontaktperson des Kirchenchors Oberkirch im Gespräch mit Andreas Baumeister.
Warum stimmt die Chemie zwischen euren beiden Chören?
Anton Häfliger (AH): Es macht einfach Spass, zusammen zu singen. Die Chorgrösse passt. Bei der Auswahl der Chorliteratur haben wir mehr Möglichkeiten. Und wir haben den Donnertag als gemeinsamen Probeabend.
Evelyn Kaufmann (EK): Wir arbeiten nun schon ein Kirchenjahr lang zusammen und es funktioniert. Auch die pastoralen Verantwortlichen der beiden Pfarreien haben sich schnell gefunden.
Und die Chorleiterin?
AH: Mit Irene Räber haben wir eine motivierte Dirigentin, die es geniesst, einen Chor mit einem tollen Klang zu leiten.
EK: Auch von den Stimmen her ergänzen wir uns gut. Über alle vier Singstimmen haben wir nun eine ausgewogene Verteilung.
Ihr probt abwechselnd in Geuensee und in Oberkirch?
EK: Wir sind partnerschaftlich unterwegs.
Welche Traditionen kommen bei euch zusammen?
AH: Unsere Chormitglieder singen mit Begeisterung. Und uns ist das Gesellige wichtig. Wir treffen uns vor den Sommerferien zum Schlusshöck zu einem gemütlichen Grillabend. Der Chlaushöck steht im Dezember auf dem Programm und natürlich unsere Chorreise im Sommer.
EK: Die Chorreise ist bei uns auch fester Bestandteil unseres Vereinslebens. Beim Cäciliensingen im November dürfen Jubilare das Programm für den Gottesdienst zusammenstellen. Ein grosses Highlight sind für uns Weihnachten und Ostern, wo wir von Instrumentalisten begleitet werden.
Und was ist mit eurem Tenue?
EK: In Geuensee haben wir vor vielen Jahren ein Tenue angeschafft, welches alle Chörlerinnen und Chörler tragen. Was wir heute bei den gemeinsamen Auftritten anziehen, entspricht einem guten Kompromiss.
AH: Oben unifarben und unten schwarz.
Wie schaut ihr auf eine Fusion?
EK: Wir haben eine kompetente externe Begleitung gefunden. Ein Zusammengehen ist eine emotionale Angelegenheit. Da ist es wichtig, eine neutrale Person dabei zu haben.
AH: Wir wollen uns genügend Zeit nehmen, um einen fairen Fusionsprozess zu ermöglichen und unsere Chormitglieder transparent über alle Schritte zu informieren.
EK: Ja, es gibt noch einige Stolpersteine aus dem Weg zu räumen. Etwa ein gemeinsamer Namen oder ein ausgeglichener neuer Vorstand.
Wie schaut ihr in die Zukunft?
AH: Wir kommen stetig vorwärts und fühlen uns von beiden Kirchenräten gut unterstützt.
EK: Unsere Chorleiterin ist aufgeblüht. Ihr Engagement und ihre Begeisterung stecken uns an.
AH: Ja, wir stehen voll hinter Irene Räber und unterstützen sie überall, wo wir können.
Andreas Baumeister