Rathausplatz 1, 6210 Sursee
041 926 80 60 | E-Mail
Montag bis Freitag
08.30 – 11.30 | 14.00 – 17.00
Wenn in der OASE leise Gespräche, konzentriertes Arbeiten und der Duft von Wachs aufeinandertreffen, entstehen Heimosterkerzen.
An einem Freitag und Samstag treffen sich einige Frauen in der OASE. Leise Unterhaltungen und eine angenehme Konzentration liegen in der Luft. An den Tischen sitzen Frauen, jede vertieft in ihre Aufgabe: Winzige Herzchen werden sorgfältig aus Wachsplatten geschnitten, bedruckte Folien mithilfe von Wasser präzise auf Bienenwachskerzen aufgebracht. Mit Pinzette finden die Herzchen ihren vorgesehenen Platz, bevor zum Abschluss jede Kerze verpackt wird. In Handarbeit entstehen so Schritt für Schritt alle 120 Heimosterkerzen für Knutwil.
Eine Tradition mit langer Geschichte
Osterkerzen blicken auf eine jahrhundertealte Tradition zurück. Bereits in der Spätantike finden sich Hinweise auf besondere Kerzen, die an Ostern entzündet wurden. Lange Zeit schmückte man sie schlicht mit Blumen und Blättern. Erst im 9. Jahrhundert kamen das Kreuz, die Jahreszahl sowie die Buchstaben Alpha und Omega hinzu. Später ergänzten die vier Wachsnägel das Bild, als Symbol für die Wundmale Christi. Auch heute sind solche klassisch gestalteten Osterkerzen vielerorts anzutreffen.
Knutwil geht einen eigenen Weg
In Knutwil jedoch schlägt man einen anderen Weg ein. Hier dient das jeweilige Motto der Erstkommunion als Ideengeber für das Sujet der Osterkerze. Christina Good entwirft zwei Gestaltungsvorschläge, aus denen einer ausgewählt und von ihr weiter ausgearbeitet wird. Die benötigten Einzelteile – ob eingekauft, ausgedruckt oder geformt – werden von Christina Good und Iren Staffelbach vorbereitet. Danach wird zur Teamarbeit eingeladen und in Kleinarbeit fertigen die Freiwilligen die benötigten Heimosterkerzen, die die Botschaft von Ostern nach Hause bringen.