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Jungwacht, Blauring, Pfadi, Ministranten: Die Kinder- und Jugendverbände der Pfarrei bieten das ganze Jahr über ein reichhaltiges Programm. Doch wer bezahlt eigentlich Lager, Ausflüge und Materialien? Fabrizio
Misticoni gibt Einblick in die Finanzierungsstrategie der Verbände.
Das Fundament ist ehrenamtlich. «Die Zeit und Arbeit, die die Leitenden investieren, ist freiwillig und muss nicht bezahlt werden», erklärt Misticoni. Das ist keine Selbstverständlichkeit – und macht einen grossen Unterschied. Denn die eigentlichen Kosten entstehen woanders: bei der Infrastruktur, den Materialien durchs Jahr, den Lagerausrüstungen oder schlicht beim Zugbillett für den nächsten Ausflug.
Um diese Ausgaben zu decken, setzen die Verbände auf einen Mix aus verschiedenen Einnahmequellen. Ein kleiner Teil wird über Mitgliederbeiträge finanziert. Die Familien zaheln ein überschaubaren Jahresbeitrag für die Gruppenstunden und Ausflügen. Für die Lager kommen ein Lagerbeitrag und Jugend+Sport-Gelder des Bundes hinzu. Voraussetzung dafür ist ein strukturiertes Programm mit ausgebildeten Leiterinnen und Leitern. Die Kosten für diese Leiterkurse übernimmt dafür die Kirchgemeinde.
Unterstützung durch die Kirchgemeinde
Auch sonst steht die Kirchgemeinde als verlässliche Partnerin den Verbänden zur Seite: Sie bezahlt einen Sockelbeitrag pro Kind und Leitungsperson, stellt Räumlichkeiten zur Verfügung oder unterstützt diese finanziell – wie im Fall der Pfadi St. Martin. Im Pfarreizentrum steht den Verbänden zudem ein Büro mit Kopierer und Verbrauchsmaterial zur Verfügung.
Den Rest stemmen die Jugendlichen oft selbst – mit viel Engagement und einer Prise Unternehmergeist. Kerzenziehen, Kürbissuppenessen, Rosenexpress, Pizzatag, Papiersammlung, …: «Das ist sehr vielfältig», sagt Misticoni. Und genau das spiegelt wider, worum es in den Jugendverbänden geht. «Grundsätzlich sind die Anlässe darauf ausgerichtet, miteinander die Freizeit zu verbringen» – ob beim Verkaufen, beim Wandern oder im Lager.